Bodendecker im Garten

Wie es der Name schon sagt, werden als Bodendecker Pflanzen bezeichnet, die den Boden bedecken. Das ist von Vorteil, wenn eine offene Fläche im Garten rasch zuwachsen soll.

Außerdem verhindert ein dicht bewachsener Boden die Ansiedlung von Unkraut, was die bepflanzte Fläche zum pflegeextensiven Gartenbereich macht. Besonders geeignet sind die bodenbedeckenden Pflanzen für schwierig zu bearbeitende Hänge oder für extrem schattige Bereiche unter Bäumen.

Dabei können verschiedenste Pflanzen als Bodendecker fungieren. Stauden, Ziersträucher, sowie Rosen als auch Nadelhölzer können dafür genutzt werden.

Bodendeckende Rosen gibt es in unterschiedlichen Farben und Duftnoten. Die herrliche Blütenpracht bildet nicht nur eine wunderschöne Hangbefestigung, sondern sie lockt auch Insekten und Kleinsäuger. Die Bienen werden sich über den leckeren Honig freuen und kleine Säugetiere wie Igel finden Unterschlupf. Für Rosenliebhaber sind die bodendeckenden Sorten eine ideale Ergänzung. Bei der Auswahl ist zu bedenken, dass nicht alle Rosen einen undurchdringbaren Teppich bilden.

© Osterland - Fotolia.com

© Osterland – Fotolia.com

Stauden sind krautige Gewächse, die im Gegensatz zu den Sträuchern nicht verholzen. Dennoch ist die Staude mehrjährig. Sie eignen sich hervorragend als grüner Wegabschluss oder als farbenprächtiger Übergang zum Rasen. Es gibt Stauden, die die Sonne lieben und Teppich-Stauden, die ein schattiges Plätzchen bevorzugen. Etwas ganz Besonderes sind die bodendeckenden Erdbeeren. Sie bezaubern nicht nur mit ihren rosaroten Blüten, sondern tragen zudem kleine aromatische Früchte.

Ob am Wegesrand oder als farbige Einfassung des Steingartens, bodendeckende Ziersträucher sind eine schmuckvolle Bereicherung für den Garten. Sie begeistern durch eine große Auswahl unterschiedlicher Blütenfarben, -formen und  -größen. Sowohl als sommergrüne Sträucher wie auch als immergrüne Pflanzen sind die Bodendecker zu haben. Es gibt anspruchslose Ziersträucher, die sich dem Boden bedingungslos anpassen und Bodenbedecker, die auf feuchte, torfhaltige Böden angewiesen sind. Ziersträucher mit Beerenfrüchten dienen außerdem zahlreichen Vogelarten als Nahrungsquelle.

Die mit weichen Nadeln versehenen Bodendecker lassen sich optimal zur Bepflanzung von Stein- oder Heidegärten einsetzen. Sie eignen sich als Gartenabschluss am Fuße von Mauern und auf Friedhöfen zur Begrünung des Grabes. Viele dieser Pflanzen sind extrem robust und vertragen auch längere Trockenperioden. Dass sie besonders pflegeleicht sind, verstärkt ihre Beliebtheit. Es gibt sie als langsam und schnell wachsende Pflanzen.

Der Vorteil immergrüner und schattenverträglicher Teppich-Pflanzen ist ihre große Einsatzmöglichkeit. Unter Bäumen und Sträuchern bilden sie einen hübschen Übergang zur Rasenfläche. Am Wegesrand überwuchern sie unschöne Betoneinfassungen und im Vorgarten bilden sie einen blütenreichen Abschluss zur Hauswand. Selbst als begehbaren Rasenersatz lassen sich immergrüne Pflanzen erwerben. Das mühsame Mähen entfällt und die grüne Pracht erfreut das ganze Jahr.

Print Friendly

Was Sie auch noch interessieren könnte: